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Chalkias, Petro-Loukas & Kompania

image of Chalkias, Petro-Loukas & Kompania Die letzten großen Klarinetten-Virtuosen von Epirus

Die Wurzeln der heutigen traditionellen Musik Griechenlands liegen sowohl in der griechischen Antike als auch in der byzantinischen Kirchenmusik. Zudem hat die geographische Lage Griechenlands im Geflecht der Staaten des Balkans und des östlichen Mittelmeerraums dazu geführt, dass sich über Jahrhunderte mehrere stilistisch klar unterscheidbare Musikformen entwickelten. Sie lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen: die Musik des Festlands und die Musik der Inseln. Festlandregionen wie Epirus haben jeweils eigenständige Stile ausgebildet. Jede Region hat ihre eigenen spezifischen Lieder und Tänze sowie ihren eigenen Klarinettenstil, aber als wichtigste Kategorien gelten mittelalterliche Balladen und historische Lieder sowie die Lieder des Lebenszyklus und Jahreszyklus. Darunter sind viele Tanzlieder im Zweier- bzw. Dreierschritt. Die Instrumentalgruppe, kompania genannt, besteht normalerweise aus Klarinette, Geige, Laute und defi (Rahmentrommel).

Die Klarinette wird in manchen Musikerfamilien aus Epirus vom Vater an den Sohn weitergegeben, so auch in den bekanntesten, darunter auch die Familie von Petro-Loukas Chalkias. Celvinaki in der Region Pogoni und lernte bei seinem Vater, dem berühmten Perikles Chalkias. In den sechziger Jahren emigrierte Petro-Loukas nach Amerika, wo er zwanzig Jahre lang lebte, in griechischen Clubs spielte und einige Platten aufnahm. Jetzt ist Chalkias, die letzte unter den lebenden Legenden der alten Generation, zurückgekehrt und spielt häufig auf Festivals in Epirus, aber auch in anderen Teilen Griechenlands und im Ausland. Als geübter Improvisateur spielt er nicht nur mit traditionellen Musikern, sondern auch mit Jazzmusikern und sogar mit Musikern aus Indien.