Künstler

Alim Qasimov Ensemble

image of Alim Qasimov Ensemble Die Kunst des Mugham

Alim Qasimov stammt keineswegs aus einer noblen Familie. Er wurde 1957 in der kleinen Ortschaft Shamakha geboren, etwa 100 km entfernt von Baku, der Hauptstadt der Republik Aserbaidschan. „Als ich ein kleiner Junge war, bemerkten meine Eltern meine musikalische Begabung,“ erzählt Qasimov, „doch es waren arme Leute, uns sie hatten nicht das nötige Geld, mir ein Instrument zu kaufen. Also tötete mein Vater eine seiner Ziegen und baute mir eine Rahmentrommel.“ Aus einer Aluminium-Schale, Nägeln und Stromkabeln bastelte sich Qasimov mit elf Jahren eine Laute. Später begleitete er einen Verwandten, der Akkordeon spielte, auf toys, auf Hochzeiten. „Man lobte meine Stimme, Ich glaubte erst nicht daran, ließ mich dann aber doch überzeugen, an der Aufnahmeprüfung in der Musiki Mektebi, einer mugham-Schule in Baku, teilzunehmen.“ Er bestand die Prüfung, und unter renommierten Lehrern studierte er das mugham-Repertoire Aserbaidschans, erlernte die Gesangstechnik und die Kunst des Improvisierens. Mit 25 Jahren gewann er den Djabbar-Quarjaghdioghlu-Gesangswettbewerb und wurde somit zum besten Sänger seiner Generation ernannt. Qasimov bleibt aber nicht bei dem Erlernten stehen. Er beschreitet neue Wege in der Interpretation des mugham-Repertoires. „Manche sagen, so wird die Musik kaputtgemacht, aber das ist doch kein Möbelstück, das man da hinstellt“, sagt er, „die Welt, in der wir leben, fordert dies; sie ändert sich nämlich auch. Ich habe diese Musik Tag und Nacht erlernt und weiß sie zu schätzen.“