Künstler

Terry, Sonny & McGhee, Brownie

image of Terry, Sonny & McGhee, Brownie Die schwarze Seele der Folksongs

Schon Ende der dreißiger Jahre hatten Sonny Terry (1911-1986) und Brownie McGhee (1915-1996) als Drehpunktfiguren eine wichtige Rolle bei der multikulturellen Entwicklung gespielt, Daheim in den USA, vor allem in New York, wo sie seit den frühen vierziger Jahren gemeinsam lebten. Da wuchs zusammen, was zusammengehörte: „Black and white togehter“. Der weiße Folksong kriegt den Blues und der Blues die Anerkennung der Library of Congress.

Sonny Terry entstammte einer musikalischen Familie und entwickelte schon bald einen lautmalerischen Mundharmonikastil, mit dessen Hilfe er Zuggeräusche und Tierlaute imitierte. Er arbeitete u.a. mit dem einflussreichen Blues-Musiker Blind Boy Fuller zusammen, der den Mundharmonika-Virtuosen für seine Aufnahmen einsetzte. Größere Bekanntheit erlangte Terry aber erst durch die Zusammenarbeit mit dem Blues-Gitarristen Brownie McGhee. Mit Darbietungen in den Broadwaystücken „Finian's Rainbow“ und „Die Katze auf dem heißen Blechdach“ (1955) sowie mit Live-Auftritten beim legendären Newport Folk Festival (1963) kletterten Terry und McGhee die Erfolgsstufen empor. Berühmt wurde das Blues-Duo vor allem als Teil der wachsenden Folkbewegung in den 60er Jahren, die die beiden Partner auch für ein weißes Publikum zugänglich machte. Terry und McGhee tourten zwischen 1941 und 1982. Interne Zwistigkeiten läuteten nach vierzig Jahren dann das Ende dieser langen Zusammenarbeit ein.