Künstler

Borda, Luis

image of Borda, Luis Schlachtfeld der Leidenschaft

Zwänge und Konventionen, Freiheit und Sehnsucht. All dies vereint und symbolisiert der Tango auf feurige Art. Er ist mehr als nur ein Tanz zwischen Mann und Frau. Er ist die Beziehung schlechthin: Hingabe und Abwehr, Nähe und Distanz, Sinnlichkeit und Erotik. War er früher noch als zu obszön und skandalös verschrien, gilt der Tango heute als abendliche und elegante Beschäftigung, die selbst überfüllte Tanzseminare mit sich zieht. Kein Wunder ist er ein solch begehrtes Mittel für die subliminale Verstärkung von emotionalen Bildern. Häufig ist er selbst Dreh- und Angelpunkt vieler Filme: 12 Tangos, Der letzte Tango, Man muss mich nicht lieben, The Tango Lesson, etc. Für ersteren zog man keinen Geringeren als den argentinischen Komponisten und Gitarristen Luis Borda hinzu - bedeutendster Vertreter und Erneuerer des Tango Nuevo, der für die Filmmusik die Feder schwingen durfte und hierfür exklusiv 16 Kompositionen arrangierte und einspielte. Luis Borda setzt auf neue Impulse und lässt sich auch vom Jazz und der Rhythmik der Milongas beeinflussen. Längst hat er den Tango zu einem konzertanten Stil etabliert und feiert unzählige Erfolge. Ob Bühne oder Film - seine Musik besticht durch ihre Virtuosität und mitreißende Leidenschaft, die das Blut der Hörer zum Wallen bringt.